Schule / Unterrichtshilfen

Zusammen mit erfahrenen Lehrern haben wir für die Fächer Geschichte, Deutsch, Religion, Musik und Kunst Anregungen für den Unterricht erarbeitet. Im Spiegel der Geschichte werden die SchülerInnen, die ja noch vor der Aufgabe stehen, ihren Platz im Leben zu finden, ermutigt, ihre eigenen großen Fragen zu stellen.


Die Geschichte der Freundschaft des Holocaustüberlebenden Jerzy Gross und der Schülerin Judith „Spiel mir das Lied vom Leben“ haben wir in unterschiedlichen Medien, in einem Film und in einem Buch, erzählt.

Arbeitshilfe

Um LehrerInnen und PädagogInnen zu unterstützen, haben wir mit erfahrenen LehrerInnen eine Arbeitshilfe erarbeitet, die als Booklet dem Film beiliegt. Hier finden Sie Fragen und Aufgaben, mit denen SchülerInnen sich den Inhalt von Buch und Film erarbeiten und mit dem eigenen Leben verbinden können. Fragen, vor denen alle Jugendlichen stehen:

  • Wo will ich hin, was ist der Platz, an dem ich den Menschen, Freude und Nutzen bringe?
  • Warum ist diese Geschichte heute, in Zeiten von weltweiten Flüchtlingsströmen und Religionskriegen, für mein Leben wichtig?
  • Wie können Menschen so grausam zu Menschen sein? Und: Kann das uns auch passieren?
  • Was vermag echte Freundschaft, echte Begegnung?

Es finden sich aber auch zahlreiche Gesprächsimpulse zu den oben genannten Fächern, Geschichte, Deutsch, Religion, Musik und Kunst und Hinweise, welche Stellen im Buch oder im Film zur Reflexion der Fragen dienen können. Z. B.

  • Zur Gestalt von Franz Müller: Wie geht es den Schülern mit einem hohen Funktionär der Nazis, der viel Elend über die Menschen brachte, aber Jerzy Gross rettete?
  • Zum Verrat an Jerzy Gross’ Mutter in Ausschwitz: Wie denken die Schüler über die Frau, die ihre eigene Schwester als Anna Leontina Gross ausgab?
  • Zur Rolle von Musik in Konzentrationslagern
  • Zur Einordnung von Oskar Schindler
  • Zur Rolle seiner Frau Emilie Schindler in der Rezeption von Journalisten und Historikern

„O ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen. Ich will den Menschen, die um mich herum leben und mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen.“Anne Frank

Die LehrerInnen, die diese Geschichte mit ihren SchülerInnen bearbeiten, berichten von einem wesentlichen Unterschied zu anderen Zeitzeugenberichten: Durch die Person von Judith ist die Geschichte in der Generation der Schüler verankert und gibt die Möglichkeit zur Identifikation.
Beim katholischen Filmwerk können Sie den Film inkl. der Materialien erhalten.

 

Gut eingesetzt werden können die Medien und die Unterrichtsmaterialien für:

  • Jugendgruppen, die sich auf einen Besuch in einem Konzentrationslager vorbereiten,
  • in Klassen
  • in Konfirmanden oder Firmgruppen.
  • Zur Vorbereitung einer Pizzaparty, mit der die Jugendlichen dann aktiv einen Beitrag dazu leisten können, dass die Erinnerung an Jerzy Gross lebendig bleibt. Und damit andere Jugendliche die Geschichte für ihr Leben kennen lernen können.

Wer möchte, kann die Autorin Angela Krumpen zu einem Gruppentreffen, in den Unterricht oder zu einer Pizzaparty einladen. Sie kann aus dem Buch lesen, den Film mit den Schülern anschauen und anschließend darüber diskutieren, die Geschichte in der multimedialen Bühnenfassung erzählen.


„Noch immer reden wir zwischendurch über diese beeindruckende und berührende Veranstaltung, die wir gemeinsam in Hamburg erlebt haben. Ich höre auch manchmal von anderen, die dabei waren, dass sie nachhaltig beeindruckt waren. Noch immer sind wir dankbar, dass er sich damals auf den Weg nach Hamburg gemacht hat. In uns hat sich maßgeblich durch seinen Besuch etwas verändert.“Alexandra und Jessika Distelmeyer, Fortschritte Hamburg

DVD zu beziehen über Katholisches Filmwerk


Jerzy Gross während seiner Lesung im Gymnasium Hückelhoven im Mai 2014, seinem letzten Auftritt als Zeitzeuge vor seinem Tod


Bewegte Schülerinnen und Schüler